Rodeln in Tirol
01.03.2010
Vor einem Jahrzehnt hatten zwei junge Tirolern die Idee, Infos über heimische Rodelbahnen ins Internet zu stellen. Inzwischen ist ihre Seite zur bestbesuchten Informationsstelle für Rodelbegeisterte herangewachsen.
Mehr als 10 Jahre sind vergangen, seitdem Philipp Spitzer und Manfred Gaber ihrer Rodelleidenschaft ein erstes, frühes Internetdenkmal setzten. Auf Webspace, der von der Universität Innsbruck zur Verfügung gestellt wurde, fand die Urversion von www.winterrodeln.org in Form einer einfachen Liste von Rodelstrecken Platz. Da sie zunächst nur vom engsten Freundeskreis wahrgenommen wurde, waren weitere Ausbauschritte unumgänglich. 2002 wurde die Seite registriert und die Benutzerfreundlichkeit systematisch erweitert.
1600 Besucher pro Tag
Als letzter Ausbauschritt der Website, die inzwischen von einem mehr als 30-köpfigen Team betreut wird, fand 2008 die Einbindung eines eigenen Forums statt. Der Urzweck der Seite ist und bleibt, Rodelstrecken vorzustellen und Zustandsberichte der Bahnen anzubieten. 46 Bahnen werden momentan für Tirol aufgelistet, zehn für Vorarlberg und fünf für die Steiermark, Tendenz stark steigend.
Beinahe 2000 Einträge zu Schneelage und Bahnzustand gab es in der vergangenen Saison auf www.winterrodeln.org, täglich betrachten 1600 Rodelbegeisterte die Seite. Um die Eckdaten immer aktuell zu halten, bräuchte es für jede Strecke einen eigenen Rodelbahnbeauftragten – den haben zwar viele, aber noch längst noch nicht alle Bahnen. Der Beauftrage kontrolliert die Kontaktdaten der Hütten und meldet eventuelle Unstimmigkeiten, die bei der Bahnbeschreibung auffallen. Diese gibt es allerdings selten, denn das Prinzip, dass Benutzer von anderen Benutzern korrigiert werden, funktioniert sehr gut.
Stehenbleiben ist nicht die Sache von www.winterrodeln.org, für die Zukunft ist geplant, die Geschwindigkeit der Seite zu erhöhen, GPS-Daten zu den Rodelbahnen bereit zu stellen und Themenschwerpunkte wie Sicherheit und Haftungsfragen auf der Seite zu diskutieren. Das alles hat am Ende nur einen Zweck: den Spaß, den die Betreiber selbst am Rodeln haben, mit möglichst vielen Gleichgesinnten teilen zu können. Das war zum Projektstart die Ursprungsmotivation und das wird sie auch bleiben.
Autor: Klaus Erler
Fotos: Tirol Werbung
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